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„Drücken statt Wegschauen!“ – Schurwaldschule trainiert die Lebensretter von morgen

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„Drücken statt Wegschauen!“ – Schurwaldschule trainiert die Lebensretter von morgen

Schurwaldschule
Veröffentlicht von Schmid in Ereignis · Donnerstag 23 Okt 2025 · Lesezeit 2:30

 
Alle Klassen von 5 bis 10, also rund 600 Schülerinnen und Schüler, durften ran. Im Halbstundenrhythmus ging’s los: Erst gab’s ein eindrucksvolles Video, das zeigte, wie wichtig schnelle Hilfe bei einem Herzstillstand ist – und dann hieß es: „Ran an die Puppen!“
 
Und das war gar nicht so einfach. „Ich dachte, man drückt da nur ein bisschen – aber das ist ja voll anstrengend!“, meinte ein Schüler aus der 8.Klasse, während er schon zum dritten Mal im Takt von „Stayin’ Alive“ auf die Übungspuppe drückte. Auch seine Mitschülerin lachte: „Ich glaub, ich hab jetzt Muskelkater im ganzen Oberkörper – aber hey, wenn’s Leben rettet, lohnt sich’s!“
 
Die Profis vom Klinikum und vom DRK erklärten geduldig, worauf es ankommt: Hauptsache, man tut etwas! Denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde – der Rettungsdienst kann nicht immer innerhalb der ersten Minuten vor Ort sein. Eine Laienreanimation kann die Überlebenschancen der betroffenen Person entscheidend erhöhen.
 
Hintergrund: Warum solche Aktionen so wichtig sind
 
Die „Woche der Wiederbelebung“ ist eine bundesweite Initiative des
👉 Berufsverbands Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V.,
👉 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V.
👉 und der Stiftung Deutsche Anästhesiologie,
unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit.
 
Ihr Ziel: Möglichst viele Menschen in Deutschland sollen lernen, keine Angst vor dem Helfen zu haben – denn Wiederbelebung ist einfacher, als viele denken.
 
Laut aktuellen Daten lag die Laienreanimationsquote in Deutschland 2011 noch bei etwa 18 %, stieg bis 2021 auf 42,6 % und liegt 2025 bereits bei rund 55,4 %. Das bedeutet: Bei gut der Hälfte aller Herzstillstände außerhalb von Krankenhäusern beginnen Ersthelfer mit Wiederbelebungsmaßnahmen.
Zum Vergleich: In skandinavischen Ländern wie Norwegen oder Dänemark liegt die Quote mittlerweile bei 90 % – also fast doppelt so hoch!
 
Je mehr Menschen also wissen, wie Wiederbelebung funktioniert, desto größer ist die Chance, dass jemand im Ernstfall überlebt. Mehr Informationen zur Aktion gibt`s unter 👉 www.einlebenretten.de
 
Schulleiterin Sabine Hilbich und beteiligte Lehrkräfte zeigten sich begeistert vom Engagement der Schüler/-innen:
„Unsere Jugendlichen haben mit echtem Herzblut gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Solche Aktionen zeigen, dass man auch im Schulalltag Großes bewirken kann.“
 
Am Ende der zwei Tage war klar: Wiederbelebung ist keine Zauberei – man braucht nur Mut, zwei Hände und ein bisschen Rhythmusgefühl.
Und wer weiß: Vielleicht sorgt irgendwann jemand von der Schurwaldschule dafür, dass ein Herz wieder zu schlagen beginnt.
 
Ein großes Dankeschön an das Team des Alb-Fils-Klinikums, das Deutsche Rote Kreuz Göppingen und die Klinikleitung, die diese Aktion erst möglich gemacht haben! Die Schurwaldschule hofft, dass noch viele weitere Schule in den kommenden Jahren an dieser deutschlandweiten Aktion teilnehmen können.




 


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